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FORSCHUNG - Informationen zu unseren Projekten

INSTITUT FÜR UMWELTTECHNIK UND ENERGIEWIRTSCHAFT

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Methoden zur Erfassung, Bewertung und Prognose der intrinsisch/zeitlich verstärkten Schadstoffrückhaltung in kontaminierten Sedimenten

Projektleitung: Prof. Ulrich Förstner (i.R.)
Stellvertretende Projektleitung: Dr. Joachim Gerth
Mitarbeiter/innen: Sonja Bley, Dr. René Schwartz

Stichwörter: Boden, Festlegung, Natural attenuation, Rückhalt, Sedimente

Dieses Vorhaben ist Teil des KORA-Forschungsverbundes (Kontrollierter Rückhalt und Abbau). In diesem Teilprojekt werden die Effekte des natürlichen Rückhalts mit mikroskopischen, extraktiv-chemischen, geochemischen und ökotoxikologischen Prüf- und Meßtechniken erfaßt, quantifiziert und hinsichtlich ihrer langfristigen Wirkungen bewertet. Gegenstand der Untersuchungen ist das Niederungsgebiet Spittelwasser bei Bitterfeld. Im Einzelnen werden folgende wissenschaftlich-technischen Arbeitsziele verfolgt:

  • Über die Verteilung der Schadstoffe im Profil und auf die verschiedenen Feststoffkomponenten des Auensediments soll festgestellt werden, welche der vorhandenen stofflichen Komponenten besonders belastet und für den nachhaltigen Rückhalt der Schadstoffe entscheidend sind. Dabei wird die Wirkung frühdiagenetischer Prozesse und der Einfluss sekundärer Mineralphasen auf den Schadstoffrückhalt erfasst.
  • Durch Bestimmung der Bindungsstabilität über innovative extraktiv-chemische sowie kolloidchemische Verfahren soll eine Unterscheidung zwischen immobilen und mobilisierbaren Schadstoffanteilen getroffen werden.
  • Die Anteile an gelösten, mobilisierbaren und immobilen Schadstoffen werden mit ökotoxikologischen Daten zu einer Gesamtbewertung kombiniert, die als Entscheidungshilfe beim zukünftigen Umgang mit den kontaminierten Böden/Sedimenten der Spittelwasserniederung einsetzbar ist.

Die Untersuchungen haben zum Ziel, aussagekräftige Methoden für die Bewertung von kontaminierten Substraten im Hinblick auf nachhaltige Rückhalteprozesse und einfache naturverträgliche Maßnahmen zu deren Verbesserung zu identifizieren und zu erproben. Im Vordergrund stehen die Schadstoffe Arsen, Cadmium, DDX und HCH in Probenmaterial, das einen unterschiedlichen Alterungsgrad aufweist.