INSTITUT FÜR UMWELTTECHNIK UND ENERGIEWIRTSCHAFT
Eißendorfer Straße 40
21073 Hamburg
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Das Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft (IUE) befasst sich schwerpunktmäßig mit Fragen der Umwelttechnik und der Umweltbewertung - und das bei Prozessen zur Bereitstellung fossiler und regenerativer Energieträger, bei industriellen und gewerblichen Produktionsprozessen und bei technikinduzierten Umweltprozessen. Aus diesem Spannungsfeld der anzuwendenden Methoden und Verfahren einerseits bzw. der inhaltlichen Bereich andererseits ergeben sich eine Vielzahl von Fragestellungen, die am Institut bearbeitet werden.
Inhaltliche Schwerpunkte: Bereitstellung von festen, flüssigen und gasförmigen Energieträgern bzw. von Strom und Wärme aus Biomasse mittels thermo-chemischer, physikalisch-chemischer und bio-chemischer Konversionsverfahren, geothermische Strom- und Wärmeerzeugung, regenerative Energien in konventionellen Energiesystemen
Im Bereich der Energiebereitstellungsprozesse befassen sich Arbeiten auf dem Gebiet der Umwelttechnik beispielsweise mit der Entwicklung einer Strohfeuerungsanlage, der Entwicklung von Filtern zur Reduktion der Feinstaubemissionen von Biomassefeuerungen und die Entwicklung der Fernüberwachung für Biogasanlagen. Fragestellungen aus dem Bereich der Technikbewertung liegen u. a. in der Bewertung von Biomassevergasungsprozessen (d. h. Prozessbewertung), der Erarbeitung von Ökobilanzen für eine geothermische Stromerzeugung (d. h. Umweltbewertung), der ökotoxikologischen Untersuchung von Feinstäuben aus Biomassefeuerungen (d. h. ökotoxikologische Bewertung) und in der energiewirtschaftlichen Analyse von alternativen im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen.
Im Bereich der Industrieprozesse befassen sich die Arbeiten mit der Entwicklung, Analyse und Bewertung von Verfahren zur Behandlung von kontaminierten Feststoffen und Industrieabwässern. Methodische Schwerpunkte sind elektrochemische Verfahren zur Reinigung von schwermetallkontaminierten Abwässern, z. B. die Elektrokoagulation/Elektroflotation, die elektrochemische Oxidation biologisch schwer abbaubarer organischer Schadstoffe sowie die Entwicklung von elektrisch leitfähigen Polymeren für umwelttechnische Anwendungen. Schwerpunkte in der Prozessbewertung liegen z. B. in der Anwendung der Röntgenfeinstrukturanalyse (XAFS) zur chemische Speziation der Schwermetallbindungsformen, der Analytik von Nanopartikeln sowie in der Entwicklung und im Einsatz von LCA-basierten integrierten Bewertungsmethoden.
Einen weiteren Schwerpunkt des Institutes für Umwelttechnik und Energiewirtschaft bildet die Abfallressourcenwirtschaft, welche von der Gruppe in der Harburger Schloßstraße 36 unter der Leitung von Prof. Dr. Ing. Kerstin Kuchta bearbeitet wird. Diese Gruppe ist aus dem von 1991 bis 2008 von Prof. Stegmann geleiteten Institut für AbfallRessourcenWirtschaft hervorgegangen. Aufgrund struktureller Veränderungen gehören seit dem 01.04.2008 sämtliche Mitarbeiter sowie die technische Infrastruktur dem IUE an. Diese Fusion ermöglicht die Weiterführung der früheren Forschungs- und Lehraufgaben und bietet die Möglichkeit der Erschließung neuartiger Themenfelder durch die Bündelung technischer Infrastruktur und personellen Kompetenzen.