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Katrin Klitzke


Thema: Temporäre Raumgestaltungen


Institut für Volkskunde | Prof. Thomas Hengartner

Spätestens seit den 1970er Jahren entwickeln Künstler/innen, die den öffentlichen Raum als Betätigungsfeld wählen, Positionen die in gleichberechtigter Weise mit Stadtentwickler/innen die Gestaltung urbaner Räume einfordern. Diese Kunstprojekte setzen sich intensiv mit der gebauten Umwelt und der Materialität der Stadt auseinander und modifizieren mittels unterschiedlichster Materialen, architektonischer Formen und Medien den urbanen Raum. Zugleich fragen diese Arbeiten gezielt nach den sozialen, politischen und historischen Dimensionen eines jeweiligen Ortes. Die Künstler/innen verfolgen oftmals einen interventionistischen und partizipativen Ansatz und beziehen ihre Methoden aus unterschiedlichen Wissens- und Wissenschaftsbereichen. Sie agieren an Schnittstellen von Kunst, Architektur, Stadtplanung und Ethnographie. Die Kunstprojekte können sowohl auf gegenwärtige städtische Transformationsprozesse und gesellschaftliche Problemlagen als auch auf Utopien des Städtischen verweisen. Es wird versucht mit den Mitteln der Kunst neue Sichtweisen im und auf den urbanen Raum herzustellen und Erfahrungshorizonte jenseits des Bekannten zu eröffnen.

Meine Arbeit ist unter anderem von den Fragestellungen motiviert: Wie lassen sich die Maxime Intervention und Partizipation mittels künstlerischer Praktiken in wirkmächtige Handlungsstrategien umsetzen? Wie gelingt es den Projekten unterschiedliche Akteursgruppen einzubeziehen? Welches Architektur- und Kunstverständnis wird durch die temporären Eingriffe generiert? Wie kommen künstlerische Praktiken als Mittel der Erweiterung des Verständnisses urbaner Wirklichkeit zum Einsatz? Auf welche historischen, gegenwärtigen und / oder visionären Konzepte von Urbanität verweisen die Kunstprojekte?




Lebenslauf



since 08/2008Promotionsstipendiatin am Graduiertenkolleg „Kunst und Technik“ Universität Hamburg, Institut für Volkskunde
2007–2008Call Center Agentin, Viafon GmbH, Berlin
since 2006Tätigkeit als freie Autorin zu stadtethnografischen Themen
2006Magisterabschluss zum Thema „Street Art als urbane kulturelle Praxis“
2003–2006Studentische Hilfskraft am Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin
2001–2006Studium der Europäischen Ethnologie, Soziologie, Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin
2000Bachelor of Arts in Sociology, University of Sussex, England
1998–2000Studium der Cultural and Community Studies an der University of Sussex, England
1997–1999Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung
1995–1998Studium der Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin Vordiplom
1994–1995Studium der Umweltwissenschaften an der Technischen Universität Cottbus
1994Abitur an der Jugenddorf Christophorus Schule, Braunschweig
1975geboren in Karlsruhe





Publikationen



2009„Street Art. Legenden zur Straße“, with Christian Schmidt, Archiv der Jugendkulturen e.V., ISBN 978-3-94021-344-0
2008“Die Bewegung ist die Kunst”. Aneignung städtischen Raumes durch Berliner Street Artists, in: Kunst und Ethnographie. Zum Verhältnis von visueller Kultur und ethnographischem Arbeiten. Binder, Beate / Neuland-Kitzerow, Dagmar / Noack, Karoline (Hrsg.), Berliner Blätter 46/2008, Münster, S. 118-128.

“Die Straße ist ein umkämpfter Mythos”, Interview für das Online-Magazin 13seiten.com, September 2008, http://www.13seiten.com





Vorträge



2008"Street Art. Legenden zur Straße" (Festival Street Artaffair, Kultiviert Anders! e.V., Leipzig)
2007„Street Art – Reflexionen nach dem Hype“ („Backjumps – The Live Issue 3“-exhibition, Berlin)





Ausstellungen



200917.10.2009 - 30.10.2009
Party Arty Vol. 31 präsentiert „Street Art - Legenden zur Straße“ (Curator of Group Exhibition, Haus am Köllnischen Park, Berlin)