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Demokratiedefizite im heutigen Wissenschaftsbetrieb

Die Machtposition der ProfessorInnen in allen Gremien führt zu Seilschaften und Schulen bei Berufungen, Gutachten und Forschungsmittelvergabe (Drittmittel). Die mangelnde Beteiligung der Nicht-ProfessorInnen, also der Studierenden, wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen MitarbeiterInnen sowie eine fehlende Öffentlichkeit lassen eine demokratische Kontrolle nicht zu. Eine Ämterhäufung in den verschiedenen universitären und wissenschaftlichen Gremien ist institutionell vorgegeben und führt zu Machtkonzentration und Machtmißbrauch. Die zu umfangreichen Vorgaben der Ministerien an die Hochschulen verhindern eigenständige Entscheidungen, die Hochschulen verkommen gleichzeitig zu Verwaltungsapparaten. Die Studierenden als zukünftige TrägerInnen gesellschaftlicher Verantwortung haben zur Zeit keine Möglichkeit, aktive demokratische Erfahrungen in diesen Gremien zu sammeln.


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Wed Nov 16 15:20:09 MEZ 1994