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ABAQUS

Neuigkeiten

  • 7.9.11: Auf den Parallelrechnern im RZ ist Isight in der Version 5.5 installiert worden.
  • 29.6.11: Auf den Linuxrechnern im RZ ist Version 6.11-1 verfübar..
  • 19.7.10: Auf den XP- und Parallelrechnern im RZ ist Version 6.10-1 installiert worden.

Allgemeines

Abaqus ist ein kommerzielles Programm der Firma Simulia (einer Tochter von Dassault Systemes), das Randwertprobleme auf der Grundlage der Finite-Elemente-Methode (FEM) löst. Es umfasst das Pre- und Postprocessing mit Abaqus/CAE sowie die beiden Solver Abaqus/Standard und Abaqus/Explicit. Abaqus unterstützt eine Reihe von Ingenieurwissenschaften und beinhaltet z. B. mechanische Analysen, thermische Analysen, mechanisch-thermische Analysen, mechanisch-hydraulische Analysen, mechanisch-akustische Analysen, Diffusionsanalysen und vieles mehr. Seit Version 6.9 wird die eXtended FEM (XFEM) sowie die Co-Simulation von Abaqus/Standard und Abaqus/Explicit unterstützt, ab Abaqus 6.10 auch ein Solver für Computaional Fluid Dynamics (CFD) angeboten. Das Programm Abaqus ist parallelisiert und skaliert je nach Solver und Randwertproblem bis 16 Prozessoren sehr gut. Abaqus besitzt zahlreiche Schnittstellen, über die Anwender eigene Subroutinen einbinden können. Hiermit können neue finite Elemente, neue Materialmodelle und vieles mehr implementiert werden. Über diese Schnittstellen ist es sogar möglich, Abaqus nur noch als Gleichungslöser zu verwenden und eigene Analysetypen zu programmieren.

Verfügbarkeit

Abaqus steht auf den Parallelrechnern (altix3/4, Linuxcluster apis, hali) und in den Linux/XP-Pools zur Verfügung. Unter Linux ist es installiert in den Abaqus-Verzeichnissen unter: /nfs/rzpool/.

Institute, die Abaqus lokal installieren möchten, haben jährlich 500 Euro als Erstattung ans RZ zu entrichten. Interessenten melden sich bitte bei Ingo Tessmann, Tel.: 3187.

Isight wurde auf Initiative des Instituts B-5 Geotechnik und Baubetrieb beschafft. Auf dem Parallelcluster apis sind drei floating licenses nutzbar. Wer das Programm nutzen möchte, melde sich bitte bei Ingo Tessmann, Tel.: 3187.

Lizenzen

  • FORSCHUNG (Parallelrechner): Neben acht cae - Lizenzen stehen 350 Token zur Verfügung, die sich über die Produkte aqua, design, parallel, standard, explicit und foundation verteilen. Die Token werden produktabängig benötigt: Ein single CPU Job von ABAQUS/Standard oder ABAQUS/Explicit braucht 5 sog. Analyse Token, ABAQUS/Aqua und ABAQUS/Design benötigen jeweils 6. Fuer jede weitere CPU pro Job wird ein weiterer Analyse Token benötigt.
  • LEHRE (Poolrechner): Neben 30 cae - Lizenzen stehen 150 Token zur Verfügung, die sich über die Produkte standard und explicit verteilen. Darüber hinaus gibt es CATIA V - und Pro/E-Importer. Die Teaching Version ist auf 100000 Elemente beschränkt und erlaubt weder Userprogramme noch Parallelisierung. Zur Nutzung ist in der Datei abaqus_v6.env für academic=TEACHING einzutragen.

Konfiguration

Allgemein

Programmaufrufe:
abaqus job=job_name interactive Aufruf des Solvers
abaqus post einfaches Postprocessing
abaqus cae Benutzeroberfläche zum Modellieren und Berechnen
abaqus viewer Benutzeroberfläche zum Postprocessing

Hinweis: Die interaktive Arbeitsweise via abaqus cae funktioniert bei Remotearbeit nur mit zertifizierten Clientsystemen, d.h. nur mit kommerziellen Unix-Versionen (Redhat- oder Suse Enterprise). Bei freien Linux-Varianten müssen eventuell Komponenten (wie die GL) oder andere Graphiktreiber nachinstalliert bzw. deaktiviert werden.

Linux-Pool

Im Linux-Pool gibt es folgende Kommandos (neuere Versionen wird es für 32-Bit-Systeme nicht mehr geben):

Version 6.9-1 (Ubuntu: 32 Bit): abaqus691
Version 6.11-1 (RedHat: 64 Bit): abaqus

Im Aufruf muss cpu=1 spezifiziert werden, also z.B.
abaqus job=job_name cpu=1 interactive

Parallelrechner SGI Altix und Linux-Cluster hali/apis

Auf altix4 und den halis/apis wird die gewünschte Version durch das module-Kommando ausgewählt und kann dann mit abaqus aufgerufen werden. Im folgenden Beispiel werden nacheinander zwei verschiedene Versionen geladen.

% module avail abaqus

------------------- /usr/local/modulefiles -------------------
abaqus/6.7.1       abaqus/6.7.2      abaqus/6.8.3
abaqus/6.8EF       abaqus/6.9-1      abaqus/6.9-3
abaqus/6.10-1      abaqus/6.11-1(default)

% module load abaqus/6.9-3 
% which abaqus
/nfs/rzpool/ABAQUS693/Commands/abaqus

% module unload abaqus
% which abaqus
abaqus: Command not found.

% module load abaqus
% which abaqus
/nfs/rzpool/ABAQUS6111/Commands/abaqus

Der Fortran-Compiler (Intel) wird aufgerufen mit dem Kommando ifort und ist verfügbar via module load intel. Auch hier kann eine passende Version ausgewählt werden. Für abaqus 6.8 sollte es ifort 9.1 oder 10.1 sein, für abaqus 6.10/11 ifort 10.1 oder 11.1.

Auf SGI Altix und Linuxcluster Hali sollen lange Rechnungen im Batchsystem PBSpro gestartet werden. Die PBSpro-Beispielskripte sind auf SGI Altix und Linuxcluster Hali getestet. Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Markus Stammberger.

Den Arbeitsspeicher hat der Benutzer selbst festzulegen. Dazu wird im Arbeitsverzeichnis die Datei 'abaqus_v6.env' angelegt und z.B. folgende Zeilen eingefügt:

pre_memory = "1024 mb"
standard_memory = "4096 mb"

Weitere Informationen

Ansprechpartner

Ansprechpartner für theoretische Grundlagen zu Abaqus und für Modellierungsfragen sind Dr. Hans Hügel und für Modellierungsfragen und Anwendung von Abaqus auf den Parallelrechnern Dr. Sascha Henke (beide Institut für Geotechnik und Baubetrieb B-5). Wer über Änderungen informiert bleiben möchte, melde sich in der Mailingliste fem an.