Das OSI-Projekt
Unter Open Source Innovation (OSI) verstehen wir eine in freiwilliger Kollaboration erstellte Innovation, bei welcher ein nicht-marktlich vermittelter Übergang von den an der Invention beteiligten Akteuren zu den an der Verwertung beteiligten Akteuren stattfindet: Die Ergebnisse der Invention sind in wesentlichen Teilen für alle interessierten Akteure zugänglich und können genutzt, modifiziert und weiterverbreitet werden.
Ursprünglich stammt der Begriff Open Source aus der Software-Entwicklung und bezieht sich auf eine Offenlegung des Quellcodes. Weitere Beispiele für OSI reichen von Wikipedia und anderen Projekten zur Bereitstellung von Open Content über Open Design-Prozesse, bspw. in der Automobilentwicklung oder der Architektur, bis hin zu Projekten in der Biotechnologie.
Das OSI-Projekt untersucht systematisch,
- unter welchen Bedingungen die kollaborative Entwicklung und Offenlegung von Ergebnissen auch jenseits der Software-Branche ein zukunftsweisendes Innovationsmodell darstellen kann
- welche Charakteristika des Innovationsobjekts, der beteiligten Community und der betreffenden Branche die Anwendbarkeit von OSI beeinflussen
- welche ökonomischen, technischen, juristischen und sozialen Faktoren ihre Anwendung in anderen Kontexten begünstigen oder einschränken und
- welche Risiken hiermit verbunden sind.
Hierzu werden im Rahmen eines explorativen Untersuchungsdesigns in der betriebswirtschaftlichen und soziologischen Forschung verankerte Theorien entwickelt und in vergleichenden Fallstudien sowie großzahligen empirischen Untersuchungen zur Unternehmenspraxis in Bezug gesetzt.
