Strategien für eine klimaangepasste Landnutzung in Kulturlandschaften der Metropolregion Hamburg am Beispiel der Region Ostheide
Teilprojekt 3.3
Bearbeiter:
Dr. Heinke Stöfen
Huan Gao
Beschreibung und Ziele
Die Land- und Forstwirtschaft mit ihren vor- und nachgelagerten Bereichen ist in den ländlichen Landkreisen der Metropolregion Hamburg ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Gleichzeitig trägt sie durch die Erhaltung einer vielfältigen Kulturlandschaft mit hoher Biodiversität zur Attraktivität der Metropolregion für Erholung und Fremdenverkehr bei.
Eine Besonderheit der Metropolregion Hamburg liegt darin, dass dort zwei unterschiedliche Klimaregionen aneinander angrenzen. Mit dem Klimawandel ist möglicherweise eine Verschärfung der klimatischen Unterschiede zu erwarten. Hieraus können nachhaltige strukturelle Verschiebungen im Grundwasserhaushalt und dessen Nutzbarkeit resultieren. Schon jetzt ist Wasser in der Region Ostheide ein begrenzender Produktionsfaktor in der Landwirtschaft. Zukünftig wird es daher noch wichtiger, Wasser effizient und sparsam einzusetzen und die Qualität der Ressource Grundwasser zu sichern.
Durch den Klimawandel stark veränderte Niederschlagsereignisse und -verteilungen ziehen eine Veränderung des Bodenmineralisationsgeschehens für Stickstoff - meist als Nitrat, dem Hauptnährstoff der Pflanzen - nach sich. Nicht nur die für die verschiedenen Nutzungen zu Verfügung stehende Wassermenge, sondern auch dessen Qualität ist durch den vorhergesagten Klimawandel gefährdet. Nitrat stellt im Sickerwasser und damit späterem Grundwasser eine große Belastungsquelle dar, die es durch gezielte, dem Nährstoffaufnahmevermögen der Pflanzen und des Mineralisationsgeschehens der Böden angepasste Düngung und Beregnung der landwirtschaftlichen Flächen zu vermeiden gilt. Neben der zur Verfügung stehenden Wassermenge gefährdet der Klimawandel potenziell also auch die Qualität des Grundwassers.
Arbeitspaket 3: Planungsinstrument für eine klimaangepasste Landnutzung (Wasser- und Boden)
Gegenstand der Untersuchungen ist die ungesättigte Bodenzone als regionales Wasser- und Stofftransfer-Medium. Dabei stehen Bewirtschaftungsform, Beregnungseinsatz und die Gewährleistung standortgerechter Humusreproduktion der landwirtschaftlich genutzten Böden der Ostheide unter sich veränderndem Klimaregime im Vordergrund der Untersuchungsansätze (Feld- und Laborforschung). Die Feld- und Laboruntersuchungen werden von der Leuphana Universität Lüneburg durchgeführt. Von der TUHH Institut für Wasserressourcen und Wasserversorgung werden diese Untersuchungen mit Hilfe von numerischen Simulationen des Bodenwasserhaushalts begleitend ausgewertet.
