Research News

Der Flughafen der Zukunft soll vor allem eines sein - nachhaltig, so auch neue Flugzeugkraftstoffe.

Wie sieht der Flughafen der Zukunft aus? Forschende der TU Hamburg arbeiten an nachhaltigen Lösungen für CO2-neutrales Fliegen

Der Flughafen der Zukunft soll vor allem eines sein - nachhaltig. Wie das gelingen kann, erarbeiten nun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Flughafen Kopenhagen und vierzehn weiteren europäischen Partnern im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020. Unter dem Titel „Smart Airports“ sollen Lösungsansätze für die Realisierung eines CO2-neutralen Flughafens entwickelt und die dafür notwendige Infrastruktur bereitgestellt werden. Das Gesamtprojekt wird mit knapp 12 Millionen Euro von der Europäischen Union gefördert, das Gesamtvolumen beläuft sich auf circa 15 Millionen Euro. Bis 2050 sollen laut der Europäischen Kommission die Kohlenstoffdioxidemissionen von Flugzeugen und Flughäfen reduziert und künftig vollständig vermieden werden.

(28. October 2020)
Gruppenfoto der russischen und deutschen Partner von ABiRE.

Wissenschaftler∗innen der TU Hamburg kämpfen mit Mikroalgen und Wasserlinsen für mehr Nachhaltigkeit

Klein, grün und robust: Wasserlinsen und Mikroalgen sind sehr verbreitet. Wasserlinsen finden sich hauptsächlich in Gewässern, während sich Mikroalgen auch auf feuchten Blättern, Felsen oder Waldböden ansiedeln. Wie man sich diese Gewächse zu Nutzen macht, erforschen nun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg (TU Hamburg) gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Polytechnischen Universität St. Petersburg (SPbPU). Ziel des internationalen Projekts ABiRE ist eine innovative Bioökonomie, bei der aus den grünen Pflanzen hochwertige Feinchemikalien gewonnen werden. Zum Abschluss des "Deutsch-Russischen Themenjahres der Hochschulzusammenarbeit und Wissenschaft" 2018 bis 2020 wurde das Vorhaben als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet. „Was wir beobachten, ist, dass der globale Energiebedarf dramatisch ansteigt, während die Rohstoffe immer knapper werden“, sagt Wissenschaftlerin Iryna Atamaniuk vom TU-Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft.

(19. October 2020)
Hauptgebäude der Technischen Universität Hamburg.

Fujitsu gibt der Kombinatorischen Optimierung in der Industrie einen akademischen Schub – mit einem neuen Lehrstuhl an der TU Hamburg

Auf einen Blick: Neue von Fujitsu und Dataport errichtete Stiftungsprofessur an der Technischen Universität Hamburg beschäftigt sich mit der Kombinatorischen Optimierung in der Industrie und der Frage, wie optimale Lösungen für hochkomplexe Aufgaben in Produktion, Handel und Dienstleistung gefunden werden. Neue Modellierungsmethoden und Algorithmenforschung sollen zu innovativen Ansätzen führen. Schon heute arbeitet Fujitsu mit Kunden in vielen Segmenten und Branchen in puncto Kombinatorische Optimierung eng zusammen und hat mit dem Digital Annealing eine sofort einsatzbare Brückentechnologie zum Quantencomputing im Portfolio. München, 13. Oktober 2020 – Fujitsu gründet und unterstützt gemeinsam mit Dataport an der Technischen Universität Hamburg (TU Hamburg) einen neuen Lehrstuhl für Kombinatorische Optimierung in der Industrie.

(13. October 2020)
PhD student Guido Dittrich, Professor Patrick Huber, PhD student Manuel Brinker. Picture: TU Hamburg/Trede

Silicon flexes its muscles: How nature is inspiring completely new material concepts for the technology of tomorrow

Smartphones, laptops, smart watches: The chemical element silicon is found in every electronic component and computer chip, no matter how small. Silicon also gives its name to Silicon Valley, the home of many technology companies. Scientists from Hamburg have now succeeded in giving silicon muscle power. This new property enables the material to convert electrical signals into mechanical movements for the first time. As the team writes in the journal "Science Advances", the new hybrid material thus offers completely new perspectives for the chip-based technologies of tomorrow. In order for the loudspeaker in a smartphone to work, so-called actuator materials are required. These perform small movements in the micrometer and nanometer ranges electrically and very precisely, causing air, for example, to vibrate.

(01. October 2020)
Schutzmasken begleiten uns mittlerweile durch den Alltag.

Schutzmasken noch sicherer vor Corona gestalten? TU-Wissenschaftler Robinson Peric hat den Test gemacht

Das Tragen einer Schutzmaske ist in Deutschland und vielen weiteren Ländern aufgrund der Corona-Pandemie längst zum Alltag geworden. Doch wie effektiv schützt diese Maßnahme vor der Übertragung des Virus? Dr.-Ing. Robinson Peric vom Institut für Fluiddynamik und Schiffstheorie an der Technischen Universität Hamburg hat das Strömungsverhalten von Luft in Atemschutzmasken untersucht und Lösungen für das sichere Tragen und das verbesserte Design von Masken entwickelt. Der Mensch atmet täglich im Schnitt 20.000 Mal ein und aus. Beim Ausatmen entweichen dabei je Atemzug durchschnittlich etwa 250 kleinste Wassertropfen aus Mund und Nase. Diese folgen der Luftströmung, schweben in der Luft und können sich in geschlossenen Räumen ansammeln. Da sie zudem Viren transportieren können, können Abstand halten sowie das Tragen von Atemschutzmasken helfen, Infektionen vorzubeugen.

(16. September 2020)

Red light for light: Scientists at the Hamburg University of Technology stop light pulses for more efficient data transfer

Light is fast and can travel 300 kilometers in a millisecond. Therefore, light is ideal as a data carrier for information in telecommunications. Scientists from Hamburg University of Technology (TU Hamburg), Menoufia University, Helmholtz-Zentrum Geesthacht and ITMO-University St. Petersburg, proposed an optical effect that will allow optical communication with less power consumption and in a shorter time. The research results show that stopping light and thus purely optical storage of data packets is possible. Fiber optics is connecting cities, houses, and computers. To distribute data packets between different fibers, routers are required. They currently convert optical signals into electronic signals, transfer data packets between channels and covert electronic signals back into light.

(04. September 2020)
Die Abschlussveranstaltung fand im Rahmen einer Videokonferenz statt.

Digital abtauchen: TU-Studierende entwickeln simulierte Tauchroboter

An der Technischen Universität Hamburg wurden die Studieninhalte im digitalen Sommersemester in bis zu 170 Lehrveranstaltungen in Online-Formaten angeboten – auch mit Praxisbezug. So haben Studierende in der Lehrveranstaltung „Applied Design Methodology in Mechatronics“ (ADMM) am Institut für Mechatronik innovative Tauchroboter für Messungen in tiefen Gewässern entwickelt. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Entwicklung als Methode zu erlernen, um mechatronische Projekte von der Idee bis zum Prototypen zu verwirklichen. In die Tiefe tauchen: Vier studentische Teams stellten sich der Aufgabe einen eigenen Tauchroboter zu konzipieren. Dieser soll eine Messboje bis zu zehn Meter in die Tiefe ziehen, um Temperaturen oder den Salzgehalt im Meer zu messen. „In der Forschung werden solche Bojen bereits eingesetzt, zum Beispiel um Wasserströmungen zu überwachen oder Klimamodelle zu erforschen“, sagt Professor Thorsten Kern, Leiter des Instituts für Mechatronik.

(07. September 2020)
Prof. Dr.-Ing. Irina Smirnova ist neue Vizepräsidentin für Forschung an der TU Hamburg.

Wechsel im Präsidium an der TU Hamburg: Professorin Irina Smirnova ist neue Vizepräsidentin Forschung

Am 26. August wurde Prof. Dr.-Ing. Irina Smirnova vom Akademischen Senat auf Vorschlag des amtierenden TU-Präsidenten Ed Brinksma offiziell für das Amt der Vizepräsidentin für Forschung der Technischen Universität Hamburg gewählt. Sie ist damit die erste Frau in der TU-Geschichte in diesem Amt und gemeinsam mit der Vizepräsidentin Lehre, Kerstin Kuchta, die zweite Frau an der Spitze der TU-Leitung. Die Amtszeit der Leiterin des Instituts für Thermische Verfahrenstechnik beginnt am 1. September und beträgt drei Jahre. Sie folgt auf Professor Andreas Timm-Giel, der das Amt knapp sechs Jahre innehatte. TU-Präsident Ed Brinksma: “Ich freue mich sehr, dass Irina Smirnova die Wahl annimmt. Sie wird zusätzliche innovative Akzente in der Forschung setzen und das Wachstum der TU Hamburg weiter vorantreiben. Ich danke an dieser Stelle auch dem scheidenden Vizepräsidenten Andreas Timm-Giel für sein großes Engagement, das er an der TU weiterhin fortführen wird.“ Andreas Timm-Giel ist künftig geschäftsführender Präsident an der TU Hamburg, bis die Findungskommission die Nachfolge für den scheidenden Präsidenten Ed Brinksma bestimmt hat.

(26. August 2020)
Die TU Hamburg, die Stadtreinigung Hamburg, Veolia, Unilever und BUDNI zeigen, dass ein Recycling-Kreislauf funktioniert: regional und anfassbar.

TU Hamburg ist Teil von Hamburgs Wertstoff Innovative: Erste Waschmittelflasche aus 100% Hamburger Rezyklat

Einen echten Hamburger Kreislauf schaffen – das ist das Ziel von Hamburgs Wertstoff Innovative. Zusammen zeigen die TU Hamburg, die Stadtreinigung Hamburg, Veolia, Unilever und BUDNI, dass ein Recycling-Kreislauf funktioniert: regional und anfassbar. Der Beweis steht ab sofort beim Handelspartner BUDNI in den Regalen: Ein Waschmittel der Unilever-Marke ‚Sieben Generationen‘, verpackt in einer Flasche, die zu 100% aus recyceltem Kunststoff aus der Hamburger Wertstofftonne und dem Gelben Sack besteht. Ein Kreislauf aus Hamburg, für Hamburg: Sauber, Hamburg! Kunststoff ist ein wertvolles Verpackungsmaterial und hat einzigartige Eigenschaften. Aber wir müssen mehr Kunststoffe recyceln. Vor diesem Hintergrund wurde im Frühjahr 2019 Hamburgs Wertstoff Innovative von den fünf Projektpartnern ins Leben gerufen. Gemeinsam wollen sie zeigen, dass es Wege und Möglichkeiten gibt, nachhaltiger mit Kunststoff umzugehen und dabei Kreisläufe zu schließen – auch und vor allem …

(10. August 2020)
Beim Fliegen entstehen auch Nicht-CO2-Klimaeffekte, beispielsweise verursacht durch Stickoxidemissionen und langlebige Kondensstreifen.

Klimafreundlicher Fliegen? Wissenschaftler der TU Hamburg forschen an optimierten Flugrouten

Wissenschaftler des Instituts für Lufttransportsysteme der Technischen Universität Hamburg forschen an der Frage, wie die Wahl der Flugroute die Klimawirkung eines Fluges reduzieren kann. Ziel des internationalen Projekts „Flying Air Traffic Management for the benefit of environment and climate“ (FlyATM4E) ist es, das Fliegen umweltfreundlicher zu gestalten und die Auswirkungen des Luftverkehrs auf die globale Erwärmung zu reduzieren. Gefördert wird das Vorhaben, das noch bis Ende 2022 läuft, mit insgesamt einer Million Euro durch die Europäische Kommission. Der Luftverkehr trägt zu circa 5 Prozent zur globalen Erderwärmung durch den Menschen bei. „Neben den durch die Kerosinverbrennung entstehenden CO2-Emissionen werden beim Fliegen in großen Höhen auch Nicht-CO2-Klimaeffekte wie beispielsweise Stickoxidemissionen und langlebige Kondensstreifen verursacht, die die Strahlungsbilanz der Erdatmosphäre beeinflussen.

(05. August 2020)