28.06.2023

Ausgezeichnete Masterarbeit

Nachwuchswissenschaftlerin der TU Hamburg gewinnt Hanns-Voith-Stiftungspreis 2023

Am Freitag, 23. Juni 2023, wurde zum 10. Mal der der Stiftungspreis der Hanns-Voith-Stiftung verliehen. Maike Strecker, Absolventin der Technischen Universität Hamburg, konnte mit ihrer Masterarbeit im Bereich Antriebstechnik überzeugen und gewann einen von sechs Stiftungspreisen. Der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. mult. Sigmar Wittig betonte bei seiner Würdigung der Forschungsarbeiten, dass die ausgezeichneten Masterarbeiten wie in den Vorjahren dem hohen wissenschaftlichen Anspruch der Stiftungspreise in überzeugender Weise gerecht werden und auch mit jeweiligen Bestnoten bewertet wurden. Die Jury bekräftigt erneut ihre Freude, solch hoffnungsvolle Nachwuchswissenschaftler auch in diesem Jahr auszeichnen zu können.

Gegenstand Maike Streckers Arbeit ist es, mit modernen Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) Schiffspropeller und Turbinen effizient zu entwerfen. Mit ihrer Arbeit betritt sie laut der Jury physikalisch-technisches Neuland. Neue Schiffspropeller und Wasserturbinen würden heutzutage durch zeitaufwendige Berechnungen mit anschließenden Modellversuchen entwickelt. Der Fortschritt im Bereich von maschinellem Lernen ermögliche neue Ansätze in der Entwicklung von Propellergeometrien. Strecker habe Daten aus umfangreichen experimentellen und numerischen Serienuntersuchungen analysiert und diese für die Nutzung von Methoden des maschinellen Lernens überführt. Die Seriendaten bildeten die Grundlage für verschiedene Ansätze des maschinellen Lernens. Zum Einsatz kamen Regressionen und neuronale Netze. Der Vergleich zweier Propellerentwürfe mithilfe von neuronalen Netzen mit einem auf modernen CFD-Simulationen basierenden Entwurf zeige eine hohe Genauigkeit von neuronalen Netzen, sofern Daten mit hoher Qualität und hinreichendem Umfang vorliegen. In der Bewertung der Jury heißt es außerdem: „Maike Strecker ist es gelungen, wichtige Erkenntnisse zu der benötigten Datenmenge und -qualität für das Training der Methoden zu gewinnen. Somit könnte der Einsatz von maschinellem Lernen die Entwicklung neuer Propeller deutlich schneller und kostengünstiger ermöglichen, da die Anzahl an zeitintensiven CFD-Rechnungen im Vorfeld der Entwicklung reduziert werden kann. Frau Strecker zeigt mit ihrer Masterarbeit, dass sie in der Lage ist, sich tiefgehend in physikalischtechnische Zusammenhänge einzuarbeiten, komplexe Aufgabenstellungen wissenschaftlich zu bearbeiten und Lösungswege zu konzipieren und umzusetzen. Sie hat eine ausgezeichnete Leistung erbracht.“ Ihre von Prof. Dr.-Ing. Moustafa Abdel-Maksoud betreute Masterarbeit wurde von der TU Hamburg mit der Bestnote 1,0 bewertet. Die Masterarbeit entstand am Institut für Fluiddynamik und Schiffstheorie, M8.

Über den Hanns-Voith-Stiftungspreis

Seit mehr als 65 Jahren engagiert sich die Hanns-Voith-Stiftung vor allem für die Verbesserung von Zukunftschancen junger Menschen. Im Jahr 1953 anlässlich des 40-jährigen Arbeitsjubiläums des damaligen Unternehmenslenkers Hanns Voith gegründet, ist die Organisation in den Bereichen „Bildung und Erziehung, „Kultur und Umwelt“, „Wissenschaft und Forschung“ sowie „Völkerverständigung und Entwicklungshilfe“ aktiv. Die Hanns-Voith-Stiftung fördert eine Vielzahl an lokalen und überregionalen Initiativen und leistet finanzielle Unterstützung für verschiedenste Projekte. Darüber hinaus vergibt sie seit 2013 den jährlichen Hanns-Voith-Stiftungspreis.

Kontakt

Pressekontakt Hanns-Voith-Stiftung:
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St. Pöltener Straße 43, 89522 Heidenheim
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www.hanns-voith-stiftung.de

Preisverleihung