Neues aus der Forschung

Hauptgebäude der Technischen Universität Hamburg.

Fujitsu gibt der Kombinatorischen Optimierung in der Industrie einen akademischen Schub – mit einem neuen Lehrstuhl an der TU Hamburg

Auf einen Blick: Neue von Fujitsu und Dataport errichtete Stiftungsprofessur an der Technischen Universität Hamburg beschäftigt sich mit der Kombinatorischen Optimierung in der Industrie und der Frage, wie optimale Lösungen für hochkomplexe Aufgaben in Produktion, Handel und Dienstleistung gefunden werden. Neue Modellierungsmethoden und Algorithmenforschung sollen zu innovativen Ansätzen führen. Schon heute arbeitet Fujitsu mit Kunden in vielen Segmenten und Branchen in puncto Kombinatorische Optimierung eng zusammen und hat mit dem Digital Annealing eine sofort einsatzbare Brückentechnologie zum Quantencomputing im Portfolio. München, 13. Oktober 2020 – Fujitsu gründet und unterstützt gemeinsam mit Dataport an der Technischen Universität Hamburg (TU Hamburg) einen neuen Lehrstuhl für Kombinatorische Optimierung in der Industrie.

(13. Oktober 2020)
Doktorand Guido Dittrich, Professor Patrick Huber, Doktorand Manuel Brinker.

Silizium zeigt Muskeln: Wissenschaftler der TU Hamburg entwickeln neue Materialkonzepte für die Technik von morgen

Ob Smartphone, Laptop, oder Smart Watch: Das chemische Element Silizium findet sich in jedem elektronischen Bauteil und noch so kleinen Computerchip. So ist Silizium auch der Namensgeber für das Silicon-Valley, der Heimat zahlreicher Technologieunternehmen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Technischen Universität Hamburg ist es nun gelungen, Silizium Muskelkraft zu verleihen. Mit dieser neuen Eigenschaft kann das Material erstmals elektrische Signale in mechanische Bewegungen umwandeln. Damit bietet das neue Hybridmaterial völlig neue Perspektiven für die chipbasierte Technik von morgen. Damit der Lautsprecher in einem Smartphone funktioniert, bedarf es sogenannter aktorischer Materialien. Diese führen kleine Bewegungen im Mikrometer- und Nanometerbereich elektrisch und sehr präzise aus und bringen damit beispielsweise Luft zum Schwingen.

(01. Oktober 2020)
Schutzmasken begleiten uns mittlerweile durch den Alltag.

Schutzmasken noch sicherer vor Corona gestalten? TU-Wissenschaftler Robinson Peric hat den Test gemacht

Das Tragen einer Schutzmaske ist in Deutschland und vielen weiteren Ländern aufgrund der Corona-Pandemie längst zum Alltag geworden. Doch wie effektiv schützt diese Maßnahme vor der Übertragung des Virus? Dr.-Ing. Robinson Peric vom Institut für Fluiddynamik und Schiffstheorie an der Technischen Universität Hamburg hat das Strömungsverhalten von Luft in Atemschutzmasken untersucht und Lösungen für das sichere Tragen und das verbesserte Design von Masken entwickelt. Der Mensch atmet täglich im Schnitt 20.000 Mal ein und aus. Beim Ausatmen entweichen dabei je Atemzug durchschnittlich etwa 250 kleinste Wassertropfen aus Mund und Nase. Diese folgen der Luftströmung, schweben in der Luft und können sich in geschlossenen Räumen ansammeln. Da sie zudem Viren transportieren können, können Abstand halten sowie das Tragen von Atemschutzmasken helfen, Infektionen vorzubeugen.

(16. September 2020)
Licht kann sich in einer Millisekunde 300 Kilometer fortbewegen.

Eine Ampel für Licht: Wissenschaftler der TU Hamburg stoppen Lichtimpulse für effizientere Datenvermittlung

Licht ist schnell und kann sich in einer Millisekunde 300 Kilometer fortbewegen. Daher eignet sich Licht optimal als Datenträger von Informationen in der Telekommunikation. Wie das künftig mit weniger Stromverbrauch und in kürzerer Zeit gelingen kann, haben Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg gemeinsam mit der Universität Menoufia des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der ITMO-Universität St. Petersburg herausgefunden. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass das Anhalten von Licht und damit eine rein optische Speicherung von Datenpaketen möglich sind. Über Glasfaser werden Städte, Häuser und Computer miteinander verbunden. Um Datenpakete zwischen den verschiedenen Fasern verteilen zu können, sind Router erforderlich. Die Router wandeln derzeit optische in elektronische Signale um, überführen Datenpakete zwischen den Kanälen und transformieren elektronische Signale wieder in Licht.

(09. September 2020)
Die Abschlussveranstaltung fand im Rahmen einer Videokonferenz statt.

Digital abtauchen: TU-Studierende entwickeln simulierte Tauchroboter

An der Technischen Universität Hamburg wurden die Studieninhalte im digitalen Sommersemester in bis zu 170 Lehrveranstaltungen in Online-Formaten angeboten – auch mit Praxisbezug. So haben Studierende in der Lehrveranstaltung „Applied Design Methodology in Mechatronics“ (ADMM) am Institut für Mechatronik innovative Tauchroboter für Messungen in tiefen Gewässern entwickelt. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Entwicklung als Methode zu erlernen, um mechatronische Projekte von der Idee bis zum Prototypen zu verwirklichen. In die Tiefe tauchen: Vier studentische Teams stellten sich der Aufgabe einen eigenen Tauchroboter zu konzipieren. Dieser soll eine Messboje bis zu zehn Meter in die Tiefe ziehen, um Temperaturen oder den Salzgehalt im Meer zu messen. „In der Forschung werden solche Bojen bereits eingesetzt, zum Beispiel um Wasserströmungen zu überwachen oder Klimamodelle zu erforschen“, sagt Professor Thorsten Kern, Leiter des Instituts für Mechatronik.

(07. September 2020)
Prof. Dr.-Ing. Irina Smirnova ist neue Vizepräsidentin für Forschung an der TU Hamburg.

Wechsel im Präsidium an der TU Hamburg: Professorin Irina Smirnova ist neue Vizepräsidentin Forschung

Am 26. August wurde Prof. Dr.-Ing. Irina Smirnova vom Akademischen Senat auf Vorschlag des amtierenden TU-Präsidenten Ed Brinksma offiziell für das Amt der Vizepräsidentin für Forschung der Technischen Universität Hamburg gewählt. Sie ist damit die erste Frau in der TU-Geschichte in diesem Amt und gemeinsam mit der Vizepräsidentin Lehre, Kerstin Kuchta, die zweite Frau an der Spitze der TU-Leitung. Die Amtszeit der Leiterin des Instituts für Thermische Verfahrenstechnik beginnt am 1. September und beträgt drei Jahre. Sie folgt auf Professor Andreas Timm-Giel, der das Amt knapp sechs Jahre innehatte. TU-Präsident Ed Brinksma: “Ich freue mich sehr, dass Irina Smirnova die Wahl annimmt. Sie wird zusätzliche innovative Akzente in der Forschung setzen und das Wachstum der TU Hamburg weiter vorantreiben. Ich danke an dieser Stelle auch dem scheidenden Vizepräsidenten Andreas Timm-Giel für sein großes Engagement, das er an der TU weiterhin fortführen wird.“ Andreas Timm-Giel ist künftig geschäftsführender Präsident an der TU Hamburg, bis die Findungskommission die Nachfolge für den scheidenden Präsidenten Ed Brinksma bestimmt hat.

(26. August 2020)
Die TU Hamburg, die Stadtreinigung Hamburg, Veolia, Unilever und BUDNI zeigen, dass ein Recycling-Kreislauf funktioniert: regional und anfassbar.

TU Hamburg ist Teil von Hamburgs Wertstoff Innovative: Erste Waschmittelflasche aus 100% Hamburger Rezyklat

Einen echten Hamburger Kreislauf schaffen – das ist das Ziel von Hamburgs Wertstoff Innovative. Zusammen zeigen die TU Hamburg, die Stadtreinigung Hamburg, Veolia, Unilever und BUDNI, dass ein Recycling-Kreislauf funktioniert: regional und anfassbar. Der Beweis steht ab sofort beim Handelspartner BUDNI in den Regalen: Ein Waschmittel der Unilever-Marke ‚Sieben Generationen‘, verpackt in einer Flasche, die zu 100% aus recyceltem Kunststoff aus der Hamburger Wertstofftonne und dem Gelben Sack besteht. Ein Kreislauf aus Hamburg, für Hamburg: Sauber, Hamburg! Kunststoff ist ein wertvolles Verpackungsmaterial und hat einzigartige Eigenschaften. Aber wir müssen mehr Kunststoffe recyceln. Vor diesem Hintergrund wurde im Frühjahr 2019 Hamburgs Wertstoff Innovative von den fünf Projektpartnern ins Leben gerufen. Gemeinsam wollen sie zeigen, dass es Wege und Möglichkeiten gibt, nachhaltiger mit Kunststoff umzugehen und dabei Kreisläufe zu schließen – auch und vor allem …

(10. August 2020)
Beim Fliegen entstehen auch Nicht-CO2-Klimaeffekte, beispielsweise verursacht durch Stickoxidemissionen und langlebige Kondensstreifen.

Klimafreundlicher Fliegen? Wissenschaftler der TU Hamburg forschen an optimierten Flugrouten

Wissenschaftler des Instituts für Lufttransportsysteme der Technischen Universität Hamburg forschen an der Frage, wie die Wahl der Flugroute die Klimawirkung eines Fluges reduzieren kann. Ziel des internationalen Projekts „Flying Air Traffic Management for the benefit of environment and climate“ (FlyATM4E) ist es, das Fliegen umweltfreundlicher zu gestalten und die Auswirkungen des Luftverkehrs auf die globale Erwärmung zu reduzieren. Gefördert wird das Vorhaben, das noch bis Ende 2022 läuft, mit insgesamt einer Million Euro durch die Europäische Kommission. Der Luftverkehr trägt zu circa 5 Prozent zur globalen Erderwärmung durch den Menschen bei. „Neben den durch die Kerosinverbrennung entstehenden CO2-Emissionen werden beim Fliegen in großen Höhen auch Nicht-CO2-Klimaeffekte wie beispielsweise Stickoxidemissionen und langlebige Kondensstreifen verursacht, die die Strahlungsbilanz der Erdatmosphäre beeinflussen.

(05. August 2020)

Horizon 2020: Unterstützung für die SMART-ER Forschungs- und Innovationsaktivitäten der ECIU-Universität

Die ECIU-Universität erhält 2 Millionen Euro aus dem Programm Horizon 2020. Diese Unterstützung wird es der ECIU-Universität ermöglichen, den Forschungs- und Innovationsauftrag zu stärken und das SMART-ER zu gründen: das ECIU-Hochschulforschungsinstitut für SMART-European Regions.Die neue Horizont-2020-Finanzierung für das SMART-ER-Forschungsinstitut wird es den Mitgliedern der ECIU-Universität ermöglichen, komplexe gesellschaftliche Herausforderungen laut der Zielsetzung für eine nachhaltige Entwicklung Nummer 11 der Vereinten Nationen gemeinsam anzugehen: "Städte und menschliche Siedlungen integrativ, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen" (SDG11).Das SMART-ER-Forschungsinstitut der ECIU-Universität wird die Forschung entwerfen, entwickeln und umsetzen; es wird die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der SDG11, die von der ECIU-Universität im Rahmen des von Erasmus+ finanzierten Projekts identifiziert wurden, bewerten und Lösungen dafür liefern.

(30. Juli 2020)
TU-Professor Wolfgang Kersten.

Für eine nachhaltige und digitale Logistik: Studie unter wissenschaftlicher Leitung der TU Hamburg identifiziert Trends und Strategien

Die digitale Transformation in der Logistik erfordert einen konsequenteren Einsatz neuer Technologien und ein Gespür für aktuelle Trends. Das ergaben die Ergebnisse der Studie zu Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management, die für die Bundesvereinigung Logistik (BVL) unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Wolfgang Kersten von der Technischen Universität Hamburg erarbeitet wurde. Dabei lag der Fokus der Studie auf den Themen digitale Transformation, Data Analytics und Nachhaltigkeit. Rund 300 Expertinnen und Experten sowie Entscheidungsträger aus dem Wirtschaftsbereich Logistik wurden im Zeitraum zwischen dem 5. Februar und dem 11. März für die Studie befragt. Ziel der Erhebung ist es, Orientierung zu aktuellen und zukunftsweisenden Themen der Logistik zu geben und Hilfestellungen zur Positionsbestimmung im eigenen Unternehmen zu leisten.

(24. Juli 2020)